08 Jun 12

Spiegel Online macht Topstory zu Fankultur macht Kunst!

Bis dahin hatten nur Medien aus Österreich über das Projekt berichtet. Interesse zeigten eher Sportjournalisten. Mit dem Spiegelartikel ist aber auch die kunst- und kulturpolitische Diskussion eröffnet. Der Artikel ist dem Kulturteil des Spiegel zugeordnet. Unser Anliegen, die Schnittstelle von Kunst und Fankultur auszuleuchten ist damit symbolisch erstmals verwirklicht. Kurz nach dem Erscheinen berichten auch die Kulturnachrichten des Deutschlandradios über Fankultur macht Kunst und über diese Galerie. Die Debatte um die Kunst der Fankulturen ist eröffnet…
Hier das Spiegelinterview:

Kicker in der Ölmalerei
“Fußballfans sind Künstler”
Ihre Gesänge sind wie Opernchöre, ihre Tänze erinnern ans Ballett. Fans zeigen unglaubliche Kreativität, um ihren Vereinen zu huldigen. Der Galerist Gernot Rammer hat einen Maler beauftragt, ganze Fankurven in Öl zu verewigen. Im Interview schwärmt er über ihre revolutionäre Kraft und Schönheit.

SPIEGEL ONLINE: Herr Rammer, was hat der gemeine Fußballfan in der Hochkultur verloren? Mit dem Maler Tom Strobl haben Sie die Bilderserie “Fankultur macht Kunst” erdacht. Strobl hat 23 großformatige Werke geschaffen, fotorealistische Szenen aus den Fanblöcken bekannter Vereine, gemalt in Öl, im Stil Gerhard Richter ähnlich.

Rammer: Man drückt Fußballfans viel zu schnell einen Stempel auf, nennt sie gewalttätig, chaotisch oder proletenhaft. Dabei sind ihre Choreografien in den Stadien oft kunstvoll, wurden wochenlang geübt. Auch die Logistik ist bemerkenswert: Bringen Sie mal 20.000 Leute dazu, zu einer bestimmten Zeit bestimmte Gesten zu machen, zu singen, zu hüpfen, das ist hochkomplex. Solche Inszenierungen kennt man eher aus der Kunst oder dem Theater. In den großen Museen ist diese Ästhetik aber noch nicht angekommen, dort wird zur Zeit eher Behübschung betrieben als die Besucher mit dem realen Leben zu konfrontieren.

Das gesamte Interview finden Sie bei Spiegel online hier

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